Monteverde – Im faszinierenden Nebelwald von Costa Rica

Auf Hängebrücken über den Baumkronen wandern – Ein vielfältiges Naturerlebnis und warum ihr unbedingt einen Stopp einplanen solltet.

Anreise nach Monteverde um den Lago Arenal – mit dem Mietwagen

Wenn ihr bereits unsere Costa Rica Flitterwochen-Rundreise verfolgt habt, wisst ihr, wie sehr wir unseren Aufenthalt in La Fortuna genossen haben. Aus diesem Grund haben wir auch noch vor unserer Abreise nach Monteverde in den Hot Springs nach einem ausgiebigen Pancake-Frühstück entspannt.

Um 12 Uhr ging es dann los: Den Lago Arenal umfahren. Spontan entschieden wir uns auf halber Strecke, mit unserem SUV eine Abzweigung zum „Mirador“ zu nehmen. Die Fahrt hinauf war ganz schön steil. Ein Geländewagen ist hier vorteilhaft. Oben angekommen machten wir eine Mittagspause mit Blick auf den Arenal-See, wenns auch etwas stürmisch war.

Etwa eine Stunde bevor wir am Ziel ankommen sollten, wurde es, wie wir schon vielerlei gelesen haben, herausfordernd. Unser Navi und die Offline-Karte von Google Maps waren sich nicht einig, die Papierkarte half nur bedingt, die Beschilderung „Monteverde“ fehlte zunehmend an Kreuzungen. Wir hielten also Ausschau nach den Ticos im nächsten Ort. Die Einheimischen sind wirklich hilfsbereit und ein kurzer spanischer Austausch half uns, die nächsten Kreuzungen korrekt abzubiegen.

Kurz darauf waren wir nicht mehr auf Asphaltstraßen, sondern landeten auf der schlechtesten lokalen „Straße“, die wir auf unserer Costa Rica Rundreise erlebt haben: Schotter, Schlaglöcher, max. 30km/h. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt auf der 40 km langen Schotterpiste. Mit mehr Bauchgefühl als Orientierung fuhren wir den holprigen, nervenaufreibenden Weg weiter, bis wir ein Restaurant im Nirgendwo passierten. Ich machte erneut von meinem Spanisch Gebrauch und bekam netterweise eine Wegbeschreibung vom Restaurantbesitzer. Und weiter ging es. 3 Kreuze, als wir ankamen. Aber das ist eben genau das Abenteuer, an welches man zurückdenkt.

Und vorweg: Diese Fahrt lohnt sich wirklich! Wichtig ist nur, dass ihr tagsüber fahrt, da hier keinerlei Beleuchtung ist.

Fahrtzeit La Fortuna – Monteverde: Insgesamt waren wir etwa 4 Stunden unterwegs.

Unsere Unterkunftsempfehlung in Monteverde/Santa Elena: Casa Batsú

Das Casa Batsú gehörte auf unserer Rundreise definitiv zu einer der besten Unterkünfte. Carlos und Paola sind so wundervolle Gastgeber. Euch erwartet ein Casa, in dem ihr barfuß lauft und am Morgen mit einem unfassbar leckeren, gesunden Frühstück empfangen werdet. Nach einem sehr lieben Welcoming mit einem frisch gepressten Saft machten wir es uns auf der offenen Terrasse bequem und genossen bei Vogelgezwitscher den Blick auf den wunderschönen Garten. Wir haben uns von Anfang an so wohl gefühlt, fast wie Zuhause.

Tag 1 in Monteverde: Direkt am Haus ist ein schöner Trail, den ihr unbedingt zum Sonnenuntergang laufen solltet. Dauer: ca. 1h. Wir wurden hier von den zwei Hunden des Casas begleitet. Sonst weit und breit niemand.

Highlight: Hängebrücken & Kolibris inmitten des Regenwaldes von Monteverde

Unsere Wanderung durch den Nebelwald Costa Ricas im Selvatura Park

Tag 2 in Monteverde: Es wartete ein voller Tag auf uns. Tagespunkte für heute: Ein ausgiebiges, leckeres Frühstück im Casa Batsú, eine Wanderung durch das Monteverde Reservat und die Fahrt zum nächsten Ort unserer Reise – Tamarindo.

Nach einer 20-minütigen Fahrt zum Selvatura Park begrüßte uns bereits am Eingang ein Nasenbär. Der Parkplatz war noch ziemlich leer, als wir gegen 7:30 Uhr angekommen sind.

  • Eintrittspreis: 39 USD p.P. für die Hängebrücken-Wanderung und den Kolibri-Garten. Über unseren Gastgeber Carlos haben wir einen Rabatt erhalten, womit der Eintritt für den Kolibri-Garten für uns kostenfrei war.
  • Länge Wanderweg: ca. 3 – 4 km

Los geht es, durch den hoch gelobten Nebelwald Monteverde („grüner Berg“). Wir entschieden uns für eine Wanderung ohne Guide. Das hatte zu diesem Moment der Reise neben der Flexibilität auch einen anderen Grund: Costa Rica hatte bereits auch die ersten aktiven Corona-Fälle und wir wollten in diesem Falle weiteren Kontakt vermeiden. Außerdem mögen wir es, unabhängig und nicht an Zeiten gebunden zu sein.

Wir liebten den Nebelwald von Hängebrücke zu Hängebrücke mehr. Ein so sattes Grün, wohin das Auge reicht. Der Nieselregen am Anfang war nicht störend. Im Gegenteil: Er macht das Erlebnis stimmig.

Der Weg über die erste von insgesamt acht Hängebrücken

Wir laufen immer weiter durch die faszinierende Natur des Reservats und bewegen uns oberhalb der Baumwipfel. Was für ein Ausblick.

Aufgrund der sehr hohen Luftfeuchtigkeit und der Niederschlagsmenge werden Farne & Co. einfach riesig. Auf den Wanderwegen zwischen den Hängebrücken war die Geräuschkulisse einmalig. Das Nass, was von den Blättern tropfte, das Vogelgezwitscher und die Melodie des Quetzal. Hört selbst einmal rein:

Geräuschkulisse Regenwald Monteverde

Wir wanderten wirklich sehr langsam, blieben oft stehen, hielten Ausschau nach den unzähligen Vogelarten und genossen einfach nur die wunderschöne Pflanzen- und Tierwelt.

Kolibris hautnah erleben – in Monteverde geht das!

Der letzte Teil führte uns zum Kolibri-Garten. Was für eine Geräuschkulisse, die diese kleinen Wesen durch das schnelle Bewegen ihrer Flügel erzeugen. Die Tränken locken die kleinen Vögel an. Wenn ihr geduldig seid, setzen sich die Kolibris direkt auf eure Finger. Für mich war das ein weiteres Highlight unserer Costa Rica Rundreise. So hab ich mir die Flitterwochen vorgestellt – voller Glücksgefühlte. Ich bin so angetan, dass ich die Zeit komplett vergessen habe…

Seht nur, wie wunderschön:

Kolibri in Monteverde

PS: Die Canopy-Tour haben wir aus Zeitgründen ausgelassen, da wir noch am gleichen Tag an die Pazifikküste fahren und bei Tageslicht ankommen wollten. Wir verbrachten insgesamt ca. 2,5h – 3h im Nebelwald. Entschleunigung pur. Ihr würdet es aber auch in 1,5h schaffen.

Tipps für den Nationalpark Monteverde: Reisezeit, Aktivitäten und mehr

  • Reisezeit: & Wetter Am trockensten ist es zwischen Januar und April, wobei die Regenwahrscheinlichkeit dennoch sehr hoch. In Monteverde regnet es wirklich sehr viel und oft – Regenwald eben. Wir hatten im März Temperaturen um die 18 – 24 Grad, wobei es im Nebelwald immer etwas kühler ist. Etwas, was man kaum sieht, ist die Sonne. Die kam bei uns aber tatsächlich an beiden Tagen raus.
  • Aufenthaltsdauer: Wir empfehlen 1 – 3 Übernachtungen. Wir selbst waren nur eine Nacht hier, hätten aber gerne noch eine zweite angehängt.
  • Packliste: Neben den üblichen Sachen – unbedingt Regenjacke, Wanderschuhe, schnell trocknende (Sport-)Sachen, „wärmere“/lange Kleidung und Moskitospray einpacken.
  • Tipps:
    • Informiert euch, wo eure Unterkunft liegt und wie ihr diese erreicht. Je nach Lage & Reisesaison benötigt ihr mitunter ein Auto mit Allradantrieb. Für die Anfahrt aus dem Norden, wie wir sie hatten, ist ein Geländewagen schon fast unausweichlich.
    • Denkt über einen Guide nach, wenn ihr auf Vogelbeobachtungen aus seid. Die Guides haben sehr gute Teleskope und ihr Auge ist weitaus geschulter, als unseres.
    • Wenn ihr Lust auf Ziplining habt, dann entscheidet euch für Monteverde. Wir haben mit vielen Reisenden gesprochen und das ist wohl die beste und schönste Gelegenheit, dies zu tun.
    • Denkt bei einer (Hängebrücken-)Wanderung unbedingt an wettertaugliche (Regen-)Kleidung. Und den nötigen Schutz eurer Kamera.
    • Wenn ihr die Kolibris besucht, nutzt ruhig einmal eure Slomo-Funktion der Kamera. So könnt ihr euch im Nachgang die unfassbare Bewegung der Vögel anschauen.
  • Mögliche Aktivitäten in Monteverde und Santa Elena sind u.a.:
    • Hängebrücken im Nebelwald
    • Nachtwanderungen
    • Reitausflüge
    • Canopy / Ziplining
    • Kaffee- und Schokoladentouren

So oder so – Monteverde solltet ihr unserer Meinung nach auf keinen Fall auf eurer Reiseroute auslassen!

Was waren eure Erfahrungen in Monteverde? Schreibt sie mir gerne in die Kommentare! Ich freu mich drauf!

Pura Vida!

Caro

2 Kommentare zu „Monteverde – Im faszinierenden Nebelwald von Costa Rica

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